Das folgende Wochenende wird recht ruhig. Kein Ausflug und keine Tour, keine touristische Aktivität, einfach nur das Leben der Costaricaner leben. Natürlich mit bayerischem Charme und Lebensgefühl.
Am Samstag ist es lange ruhig im Hause Polzer. Gerne hätten wir mit unseren Familien telefoniert, aber leider geht das Internet nicht. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns anderweitig zu beschäftigen. Mir fällt das ganze nicht schwer, da gerade zufällig diesen Samstag Mittag der FC Bayern gegen Borussia Dortmund im Pokalfinale antritt. Das costaricanische Fernsehen überträgt das Spektakel und ich führe es mir zu Gemüte. Corinna hat auch was zu tun. Sie muss für die FH einen Ausbildungsplan anfertigen.
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen an diesem Tag noch den Parque Sabana zu besuchen, da dort gerade ein internationales Festival mit Markt, Musik und gutem Essen stattfindet. Da Corinna mehr zu tun hat als ihr lieb ist und das Pokalfinale in die Verlängerung muss verschieben wir den Besuch.
Der Tag ist trotzdem gemütlich, weil wir uns ein riesiges Frühstück zubereitet hatten, später noch einkaufen gehen, damit ich anschließend erstmalig ein zentralamerikanisches Gemüse zubereiten kann. Es gibt Yukka-Auflauf gepaart mit allerlei wohl bekanntem Grünzeug in verschiedenen Farben und dazu Putenfleisch überbacken mit Käse.
Corinna konnte am Samstag ihre Arbeiten erledigen und es gab auch kein Fußballspiel und somit war die Zeit reif, auf in den Parque zu marschieren und dort allerlei zu genießen. Der Genuss startet mit Shopping auf dem internationalen Künstlermarkt. Es gibt viele schöne Dinge und meine Frau kann sich kaum zurückhalten, Kleinigkeiten für sich und unsere Lieben daheim zu besorgen. Wir schaffen eine Meile Marktstände ohne pleite zu gehen und haben sogar noch ein paar Öre übrig um uns einen Teller Fleisch zu kaufen, den wir am Rand eines leider relativ schmutzigen Sees verspeisen. Dabei vergessen wir auch Ungetier am Boden nicht und schmeißen die Hälfte den Insekten und Enten zum Fraß vor. Wir schlendern noch ein bisschen, essen die davor schon erworbenen Churros und hören uns noch für eine Weile ein kleines Konzert einer heimischen Bigband an.
Schon am frühen Abend kehren wir vom Festival zurück. Ich befasse mich mit einer Bewerbung auf Spanisch und Corinna fertigt einen weiteren Strudel für ihre Arbeitskolleginnen. Diesmal wird das Werk wiederum ein Prachtstück wenn auch in überdimensioniertem Ausmaß.
Das Wochenende geht zu Ende. Es wartet wieder die Arbeit, also gehen wir ins Bett.
Und weil Sonntag war, und der 20.April 2008 gibt’s noch weitere Geburtstagsgrüße zu verteilen.
ALLES NUR ERDENKLICH GUTE ZUM GEBURTSTAG GABI!!!
Guad Nacht!