18.05.2008

Costaricanische Vier – Karibik wir kommen!

Wer fährt so spät durch Nacht und Dschungel?
Es ist ein Geländewagen mit mächt´gem Gebrummel.
Er hat die Bayern in seinem Gepäck,
Er bringt sie sicher durch all den Dreck.

Meine Gefährten, was bergt ihr so bang euer Gesicht?-
Siehst Corinna, du die Schlaglöcher nicht!

Die Schlaglöcher mit Wasser und Steinen?-
Meine Gefährten, ihr müsst nicht weinen.-

„Liebe Bayern, glaubt es mir!
Gar schöne Sachen gibt es hier,
Manch langsame Tiere sind an dem Strand,
Faultier und Krebs geben sich dort die Hand.“

Oh Leute, oh Leute, höret ihr nicht,
was der Lonely Planet uns leise verspricht?-
Tranquilos, tranquilos, vamos a ver,
rausfinden ob´s stimmt ist gar nicht so schwer.-

„Wollt liebe Bayern ihr all das seh´n?
Müsst´s aufmerksam durch Cahuita geh´n.
Fleiß´ge Kolonien arbeiten fein,
ziehen Blätter in ihr Häusle hinein.“

Corinna, Corinna, siehst du nicht dort,
enge Brücken führen hin zu dem Ort!-
Meine Gefährten sorget euch nicht,
es reicht aus,das düstere Licht.-

„Nimm die Linke und fahr dort hinein,
dort sollte bald die Unterkunft sein.“
Bieg ab, bieg ab, wir sind schon da!
Wir wollen ins Bett, das ist doch klar.-

Nella und Nicki sehn´s dreckige Bad,
Basti und ich findén´s moderat.
Wir suchen zu essen und finden dann was,
ein Rasta-Mann mit Deutsch macht Spaß!

(vielen Dank, Herr Goethe, für die Inspiration!)

So, ihr Lieben, das war´s mit Kultur! Pizza und Bier hat´s gegeben im Restaurant „Pizza Love“ - und natürlich wurde gscheid g´watt. Der vorher angesprochene Rasta-Man beglückte uns mit seinen mehr schlechten als rechten Deutschkenntnissen. Hier scheint alles möglich und auch ein wenig verrückt zu sein… aber liebenswert von Natur aus!
Tags darauf schlafen wir erstmal aus – soweit es Basti´s Rücken erlaubt. Anschließend frühstücken wir im „100% Natural Café“, wo das Schild am Eingang größer ist als das ganze Lokal. Nach dem Frühstück macht mein Kreislauf schlapp und ich muss mich erstmal hinlegen – auf 4 Eisenstühle. Mir wird zur Besserung Milch mit Schnaps angeboten. Das soll laut dem Kellner helfen… Ich entscheide mich nach kurzem Überlegen dann doch für Coca Cola. Zucker und Kohlensäure machen mich wieder fit und fähig, anschließend durch den Nationalpark von Cahuita zu spazieren. nikki_nella-3773.jpg Der Eintritt in den Park ist freiwillig – man muss nicht bezahlen, kann aber. Und dann wird auch gleich der zunächst etwas grantige Mann am Eingang freundlicher. Also spendieren wir 10000 colones und marschieren los. Vorbei an Eidechsen, fleißigen Ameisen, Affen die uns verfolgen weil sie unsere Kekse wollen, vielen bunten Krebsen und anderem Getier sind wir eigentlich auf der Suche nach Faultieren. Im Wald gab´s kein einziges – zumindest nicht sichtbar für uns.
Nach einem 2 ½-stündigen Marsch beschließen wir, uns am Strand entlang auf den Rückweg zu machen. Dort bot sich uns nach einem erfrischenden Bad in der karibischen See Dank einer Gruppe Amerikaner doch noch der ersehnte Anblick: ein Faultier ca. 2 m über uns in einem Baum schlägt sich gerade den Bauch voll! Die Bewegungen sind unglaublich langsam, wirken aber trotzdem so ungeschickt, dass ich befürchte oder auch hoffe, dass es runterfällt – damit ich es gscheid knuddeln kann! Auch wenn man immer das Gegenteil denkt, aber manchmal sind die Gringos doch zu was gut und wenn´s nur zum „Faultiersuchen“ reicht… nikki_nella-3841.jpg
Selig und zufrieden stapfen wir zur Unterkunft und danach zum Essen im Restaurant „El Palenque Luisa“, wo sich Dominik und Basti gemeinsam eine riesige Portion von allem bestellen.
Am Freitag gab´s beim „Café Parquesito“ noch ein leckeres riesiges Frühstück bestehend aus 2 enormen Crepes und für Basti und Dominik noch ein Sandwich dazu. Qué rico!
Gestärkt und einigermaßen ausgeschlafen – soweit es ein Loch in der Decke und der durchsickernde Regen zuließen – ging´s endlich weiter nach Puerto Viejo.
Die Unterkunft schien genau den Vorstellungen von Daniela und Dominik zu entsprechen. Gott oder Ähnlichem sei´s gedankt!
Es wird ein gemütlicher Tag am Pool im Cariblue – natürlich werd auch wieder g´watt. Und meine Schwester wird von einem kleinen Mädchen als „la luz“ (das Licht) bezeichnet. Sie erschien dem Mädchen vermutlich aufgrund ihrer Hautfarbe als Lichtgestalt. Liebe Nella, du kannst das durchaus als Kompliment sehen!
Und CoBaDoDa – der neue Name unseres Bären – bekommt einen Sonnenschirm, damit die zarte Bärenhaut am folgenden Strandtag nicht verbrennt.
Abends wollten wir eigentlich ins „Jungle Love“. Diejenigen, die anfangs schon aufmerksam mitgelesen haben, wissen, dass dies einer der Lieblingsorte von Basti und mir in der Karibik ist. Leider geschlossen. Also heißt es für uns ein anderes Lokal suchen… und wir finden „La Pecora Negra“, was soviel heißt wie schwarze Ziege aber nicht auf Spanisch sondern auf anders. Dort schlägt uns wieder die gewohnte und geliebte Tico-Freundlichkeit „con mucho gusto“ entgegen und wir fühlen uns sauwohl!
Am nächsten Tag ging´s nach einem viel zu weichen eigentlich noch flüssigem Ei auf zum Strand. Wir sammeln Muscheln und was Daniela anbelangt einen seltsam verteilten Sonnenbrand. Dominik ertrinkt beinahe, da er unsere Warnungen zwar zur Kenntnis aber nicht ernst genug nimmt. Ein Rettungsschwimmer holt ihn professionell aus dem Wasser – leider nicht á la Baywatch mit großen Brüsten dafür aber mit roter Rettungsboje. Von diesem Zeitpunkt an hielt er sich in seichterem Gewässer auf.
Daniela und ich tragen einen tagelangen Kampf mit einer Muschel aus – nachdem das letzte ultimative Mittel namens Haarspray angewendet wurde, gehen wir in die Stadt, suchen Souvenirs und genehmigen uns bei einem gscheidn Watt ein paar Cocktails in einer Reggaebar. Karibikfeeling pur an einem perfekten Wochenende!
Am letzten Tag unserer Reise zu viert legen wir uns nach dem Frühstück nochmal an den Pool, sehen einem selbstverliebten Amerikaner ein letztes Mal dabei zu, wie er im Sekundentakt seine Muskeln betrachtet, Basti und Dominik toben sich nochmal im Wasser aus und natürlich darf auch ein letzter Watt in der Karibik nicht fehlen. Denn ohne Bummal fahren wir nicht heim!
Nach dem Check-Out versorgen wir uns mit ungesundem Proviant (Snickers, Nusserl und Cola) und machen uns auf den Heimweg. Wir kommen eigentlich recht zügig auf der gut ausgebauten Straße voran bis uns bei Siquirres (etwas mehr als die halbe Wegstrecke) der Reifen platzt.
Also anhalten und Reifen wechseln. Ein überaus freundlicher und hilfsbereiter Tico mittleren Alters hält mit seinem grindigen Pick-Up und holt einen überirdisch gut funktionierenden Wagenheber heraus. Mittels dessen ist das Auto in Sekundenschnelle aufgebockt und der Ersatzreifen kann montiert werden. Das kleine Trinkgeld, das wir ihm anbieten, schlägt er aus und wünscht uns nur noch kurz eine gute Weiterreise bevor er mit seinem Pick-Up davonscheppert. Die guten Wünsche schienen zu helfen, denn wir schafften es ohne weitere Probleme bis nach San José. Ach ja, Wagenheber heißt hier übrigens „gato“. Miau!
Endlich zurück in der Wohnung gab´s dann abends ein von uns selbstgekochtes Mahl mit Salsa Lizano von dem auch einen Großfamilie satt geworden wäre.
Basti und Dominik reparieren noch den tropfenden Spülkasten im Klo und danach schlafen alle glücklich und zufrieden ein. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schlafen sie noch heute!

Und wie immer sollt ihr Lieben daheim auch was davon haben, wenn ihr unsere Geschichten lest.

Es folgt: DAS GEWINNSPIEL!

Welches Gedich bot uns die Vorlage für unsere Karibikreiseballade?

Der Preis: Ein von uns geschmücktes Adidasposter - Achtung - Seltenheitswert!!!

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4 Nachrichten

der erlkönig :o) ist die lösung für euer gewinnspiel…

 

ich schon wieder..

eine lieben gruß an das heißgeliebte apfelmus..

corinna, erinnerst du dich an was..ganz vage ganz hinten links im hirn..?

wenn ja, schau mal deine mails an
wenn nein, schau mal deine mails an

na, da freust du dich aber, und wie du dich freust..

gruß, annika

ps..und du freust dich immer mehr..:-))

 

äh, gruß..

des war halt scho 2. klasse oder so, da kann ich mich net mehr so dran erinnern

jaja, des wars dann
annika

 

der erlkönig, der erlkönig!
ha, da hab ich jetzt sicher einen unglaublichen vorteil, so als schülerin!!..hehe..

des war so 6. oder siebte klasse, also schon eeeewig her..also ich könnt ihn natürlich noch voll aufsagen, ohne irgendwelche hänger, aber des spar ich mir jetzt, nicht dass ich am ende doch noch des spickens überführt werde ..

aber sorry meine unwissentheit..was ist ein adidasposter??schuhe?fussball?häää?

also, in diesem sinne..

grus, annika

 

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