22.05.2008

Costaricanische Vier – Ein schönes Ende

Der Urlaub mit den Beiden Besucher ist leider ziehmlich schnell rumgegangen und wir befinden uns wieder in San Pedro, was nicht bedeutet, dass es jetzt langweilig wird. Corinna muss leider wieder in die Arbeit und kann Daniela, Dominik und mich nicht bei unseren ausgiebigen Shoppingtouren begleiten.

 

Am Montag, später als ausgemacht geht es los – wohin, na klar – Richtung Tres Rios um ein weiteres Mal den Shoppingtempel Terra Mall zu besuchen. Dominik befindet sich in höchster Shoppinglaune und kommt in einem Adidasladen ohne deutsches Nationalmannschaftstrikot auch an die begehrten Paar Schuhe. Er ist völlig begeistert von den niedrigen Preisen, sodass fast ein weites Paar Treter mit in den Koffer geschlüpft wären. Nella findet leider nichts!

 

Wir kaufen beim Automercado noch einige Dinge fürs Abendessen, welches wir dann wieder in netter Gesellschaft von Corinna zu Hause zubereiten. Heute zwei Varianten: Krabbenudeln für Dominik von Dominik und mich, grätzte Nudeln für Daniela von Daniela und Corinna. Komischerweise ergibt sich während dem Kochen eine unglaubliche Rivalität um das köstlichere Mal zwischen den zwei Kochprobanden. Gott sei Dank schmecken beide Gerichte und wir können mit gefüllten Bäuchen wieder der bayerischen Alltagsbeschätigung nachgehen – g´watt werd!

 

Auch der folgende Tag wird von Shoppingaktivitäten überschattet. Mercado Artesania und viele weitere Souvenierläden beherbergen einen ungemein großen Schatz an Mitbringseln aus Holz, Steinen, Ton und anderen Naturprodukten – z.B. Tabkblättern. Nella und Nikki machen einige Tüten voll, sodass es scheint, als solle die erste gemeinsame Wohnung im zentralamerikanischen Stil erblühn.

 

Vollgepackt mit allerlei Krimskrams, darunter auch wirklich schöne Stücke, machen wir drei uns auf den Weg zu Corinnas Arbeit. Wie üblich freundlicher Empfang und wir helfen mit, einige Armbänder und Ketten anzufertigen. Wir warten, bis Corinna nach Hause darf und machen uns Anschließend gemeinsam auf den Weg dorthin. Kurz noch einen Abstecher ins Restaurant Shakti, eine gemütliche Gaststätte spezialisiert auf Ayuvedaprodukte. Prinzipiell ganz lecker, aber den verdammten culandro kann ich nicht mehr sehen, schmecken oder riechen.

 

Am Abend treffen wir uns mit Cindy an ihrem Mann Luis, zwei sehr angenehme Zeitgenossen, im Latino-Rock-Café. Cindy ist eine begeisterte Bauchtänzerin und will und nur allzugerne zeigen, wie talentiert die Lehrlinge in ihrem Land so sind. Zu leicht technisierter orientalischer Musik stellen einige Mädchen aus Costa Rica und eine aus Panama ihre neu erworbenen Bauchtanzfähigkeiten zur Schau. Der Großteil am Tisch hält sich mit dem Alkoholkonsum einigermaßen zurück, bloß Dominik kann es nicht lassen, den Ticos ein urdeutsches Getränk abzuverlangen. Es gibt mehrere Redbull im Glas, plus je zwei Stamperl Vodka – eins darin und eins daneben. Die Rechnung zeigt dem Lieben, wie teuer das Leben auch in Costa Rica sein kann.

 

Leider haben wir es nicht vor eins nach Hause geschafft, obwohl uns am kommenden Tag eine Tour mit Corinnas Chefin zum Volcan Irazu führt. Schon um sieben stehen wir auf, um rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt zu sein. Es ist der Fresh Market in einem Ort, der uns wie ein Fluch verfolgt. Anscheinend birgt der Westen San Josés nichts als Tres Rios.

 

Wir, vor allem Dominik, sind relativ geschlaucht und können es nur begrüßen, dass Patricia sich die übliche halbe hora tica nicht nehmen lässt. Wir haben Zeit, uns einige Erfrischungen zu besorgen, damit die Fahrt im Auto zum Gipfel des Vulkans nicht zu anstrengend wird. Ja richtig gehört, zum Gipfel des aktiven Vulkans führt eine Straße. Der letzte Ausbruch liegt jedoch schon einige zeit zurück und alles was an Eruptionsmaterial geliefert wird ist Asche.

Am Gipfel nikki_nella-3892.jpg angekommen bietet sich uns ein wunderschöner Blick auf einen kuriose Mondlandschaft, denn wir haben abermals bei einem Vulkanbesuch Glück, dass sich das dichte Wolkenfeld für einige Minuten verzieht.

 

Zu Mittag sind wir vier bei Patricia eingeladen und essen zusammen mit ihr, ihrem Mann und der von der Familie aufgenommenen Mariana (ein achzehnjähriges Mädchen ehemals im Programm der Construyenda Esperanza). Arrabiata gibt’s und das ist sogar was für die Daniela. Allen schmeckts und auch sonst fühlen wir uns wohl dort. Erstaunlicher Weise klappt sogar die Kommunitaktion ganz gut. Kleines Beispiel gefällig: Wauwau – völlig unmisverständlich kommt dieses Wort für Hund aus Dominiks Rachen und trägt zur Belustigung vor allem auf Seiten der Ticas (Javier ist ja schon weg) bei.

 

Patricia fährt uns noch in zwei Outlet-Läden. Nix gscheids gibt’s ned, aber eine nette Geste. Wir werden von ihr anschließend zu weiteren Shoppingaktivitäten im Multiplaza del Este abgesetzt, endlich findet auch Daniela beim Tico-Zara eine Kleinigkeit und Dominik bekommt sogar seine langersehnten Donuts.

 

Am Abend des letzten Tags der beiden hier in Costa Rica führen wir sie in unser Stammlokal das Jazz Café aus. Ein letztes Mal in Form von Riesenburgern, einige Biere und eine Ska-Band der etwas anderen Art. Mir fehlt ein bisschen der Funk im Ska, außerdem sind mir die Texte in bisschen zu hiphopig, der Bassist hat einen Kautick und der Sänger verschüttet sein Bier auf der Bühne und schmeißt seine Kippen in die Verstärkerkabel. Ganz schön viel Rock&Roll für ganz schön wenig Glanz im Sound.

 

Die Tage gingen ganz schön schnell vorbei und so müssen wir uns am Donnertag auch schon wieder verabschieden. Corinna und ich machen uns mit auf den Weg zum Flughafen, da wir den Beiden bei eventuellen Verständigungsproblemen am Check-In zu Seite stehen wollen. Leider ist der Abschied schneller als gewollt vorbei. Schon am Eingang zum Flughafen verwehrt uns ein Security den Zugang zum Hauptgebäude: nur mit Pass und Tickets!

 

Sie sind also auf sich allein gestellt aber auch schon groß und deshalb klappt alles ohne Probleme!

 

ES WAR SCHÖN MIT EUCH – DANKE FÜR DEN BESUCH UND WIR FREUEN UNS AUF DAS WIEDERSEHEN ZU HAUSE!

 

Weg sinse, aber es bleibt spannend.

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