6.06.2008

Neues für mich, altbewährtes für die Corinna

Der Besuch ist weg, die Gringa ist weg, wir haben wieder ein bisschen mehr Zeit für uns und vor allem ich kann damit anfangen das Projekt – ein Web-GIS solls werden - an der Uni zu organisieren. Gleich am Montag habe ich einen Termin beim Professor Rafael Arce Mesén, der Direktor der Escuela de Geografía der UCR – Universidad de Costa Rica.

 

 

Der Termin verläuft ziemlich gut. Ich kann an der Uni im „Forschungslabor“ einen Computer/Arbeitsplatz haben, an dem ich zusammen mit einigen Studenten arbeiten kann. Also, das erste Ziel, Studenten zu finden, die sich für das Thema interessieren und ein bisschen Zeit investieren wollen, um ein Web-GIS zu realisieren. Herr Arce macht einen Aushang und ich gehe wieder nach Hause und beginne, einige Informationen für ein erstes Infopapier zu sammeln. Im Verlaufe der Woche bekomme ich von einigen interessierten Post und versuche auf spanisch meine Ziele so gut wie möglich zu erklären. Es stellt sich heraus, dass die konreten Ziele in diesem Fall schwerer zu formulieren sind als angenommen. Ich selbst habe eine Vorstellung, wie das ganze im Endeffekt aussehen soll, wie erklärt man das aber Leuten, die von der Materie keine Ahnung haben. Ich versuchs und am Ende der Woche habe ich eine noch größere Anzahl an Interessenten, also werden sie mich schon verstanden haben.

 

 

Mit dem Professor war von Anfang an ein erstes Gruppentreffen am Montag geplant.

 

 

Die Vorbereitungen laufen gut, doch schon am Dienstag gibt’s für mich urplötzlich wieder weitere Aufgaben. Ein gutes Grundgerüst und eine Komplettanleitung für das weitere Verfahren mit dem GIS im Ministerium (MIVAH) ist meinem ehemaligen Jefe nicht genug. Keiner im Ministerium will sich mit der Software beschäftigen. Sie wollen, anders als vor ca. zweineinhalb Wochen vereinbart, ein Kompltettpaket, das bereit steht, um analysiert zu werden. Ich setzte mich also nochmal drei komplette Tage hin, schmeiße einiges gut gelöste Dinge wieder in den Müll und bin Donerstag abend fertig. Das Paket, das sie wollten habe sie, sollte Interesse bestehen, für weitre Gebiete was ähnliches aufzubauen, sehe ich schwarz. Am Freitag bekomme ich meine Praktikumsbestätigungn, also kann ich damit leben und das Ministerium anscheinend auch.

 

 

Am Freitag haben wir uns zusammen mit Patricias Familie, ohne Patricia im Jazz Café verabredet. Es spielt eine Tico-Band jüngerer bis älterer Herren. Malpais war wirklich der beste Tip, den uns Patricias Familie geben konnte. Unbeschreiblich gute Musiker, einfach unbeschreiblich. Der Abend mit Javier, Mariana, einer uns unbekannten Frau und später noch Dorothea war bis zu einem gewissen Zeitpunkt perfekt. Das Konzert stoppte und der Sänger ruft durch sein Mikrophon el esposo Sebastian aus, er solle doch bitte zur puerta kommen, dort ist seine esposa. Corinna hatte auf dem Weg zum Klo einen Kreislaufkollaps und saß klitschnaß vom Schweiß und mit einem Cola vor der Eingangstür. Zwei nette Ticas kümmerten sich liebevoll um sie, sie war jedoch kaum ansprechbar. Javier, der mich zum Ausgang begleitet hatte holte sein Auto, ich unsere Sachen und wir machten und wir wurden in die Wohnung gebracht. Corinna gings wirklich dreckig und ich – natürlich wir beide – machten uns große Sorgen, da es schon in Cahuita einen ähnlichen Vorfall gab. Ich habe Corinna mit soviel Flüssigkeit wie möglich versorgt, bis sie eingeschlafen ist. Gott sei dank ging es ihr am nächsten Tag und bis heute wieder besser.

 

 

Schon am Samtag hatten wir wieder eine Einladung. Gegen frühen Nachmittag brechen wir Richtung Joha und Didier auf. Jeder weiß ja, wo die Beiden wohnen. Eine weiter Arbeitskollegin mit Mann und Tochter waren dort zusammen mit uns zum lasagneessen eingeladen. Sehr gemütlicher und angenehmer Nachmittag und endlich konnte auch das erste Mal Fußballspielen in Costa Rica klar gemacht werden. Am Montag solls soweit sein. Corinnas Arbeitskollegin und ihr Mann brachten uns mit dem Auto wieder nach Hause und wir machten uns noch einen gemütlichen Abend.

 

 

Sonntag: Der obligatorische Besuch am Feria Agricultura in Zapote, damit es wieder Chorrizo gibt. Diesmal brauchten wir aber eine mehr und noch eine kleine Orchidee, weil wir eine Einladung bei Johas Mama hatten und nicht ohne Mitbringsel auftauchen wollten. Wir lernen die ganze Familie Johas kennen, es gibt natürlich wieder reichlich und, wie es einer Oma gebührt, sau lecker zu essen. Viele Unterhaltungen auf spanisch machen Spaß und müde. Wir bekommen das Microklima der Umgebung erklärt, unterhalten uns über Fußball, unsere anstehende Ausreise nach Nicaragua (von einem Eingeheiratetem bekommen wir gute Tips) und bekommen sogar einen Fünfcolonesschein geschenkt. Man beachte, dass heute ca. 800 Colones einen Euro wert sind.

 

 

Das Wochenende klingt bei uns in San Pedro aus und am nächsten Tag geht’s für Corinna dahin, wos immer hingeht und für mich zum ersten Treffen an der Uni.

 

 

Natürlich, ich bin ja Deutscher, bin ich pünktlich um fünf vor neun zum vereinbarten Termin am rechten Ort. Ein weitere kommt und der Prof. Aber die anderen? Es stellt sich heraus, dass ich in meiner Rundmail den Zeitpunkt des Treffens nicht angegeben habe, genau so wenig wie der Prof auf seinem Aushang.

 

 

Ich bespreche mich also mit einem, der zukünftig an meinem Projekt mitarbeiten wird, er führt mich noch in die Zeitschriftenabteilung der Uni, in der er zur Zeit an einem anderen GIS-Projekt arbeitet. Der termin muss also verschoben werden. Ich schreibe eine weitere Rundmail und entscheide mich für den folgenden Tag um zwei Uhr nachmittags und freu mich jetzt einfach aufs Fußballspielen am Abend.

 

 

Corinna kommt auch mit zum zuschaun und Lorenz unser Nachbar will auch sein Können unter Beweis stellen. Wir ziehen um halb sieben los, treffen uns im nahe dem campo de futbol 5 gelegenen Apartement von Cindy und Luis (er wird auch mitspielen). Beim campo treffen wir erstmal Didier mit Anhang und ich kanns kaum mehr erwarten bis es endlich los geht. Also eintreten, raus aus den Straßenklamotten, rein in die Sportkleider, in dier neugekauften Schuhe und raus auf den Platz. Wir befinden uns in einer Halle, ein Spielfeld etwa halb so groß wie ein E-Jugend-Feld, mit Handballtoren. Genau wie is mog. Ich schnappe mir als erster den Ball, und fange an rumzubolzen. Etwa eine viertel Stunde später sind wir vollzählig, teilen die Mannschaften ein und es kann losgehen. Voller Motivation legen wir los, Lorenz macht das erste Tor, ich versuche gleich danach früh zu stören, aber vertrete mich bei einer Attacke – as Knie is nach einer Minute und einem Ballkontakt hin! Super, schon fertig, raus auf die Bank, Corinna besorgt Eis und ein Cola wegen Zucker gegen den Schock. Natürlich bin ich frustriert, kann nicht mehr laufen und es beginnen für mich die nächsten Tage erstmal Arztbesuche. Am Dienstag, das Treffen an der Uni musste natürlich wieder abgesagt werden, weil ich nicht mehr laufen kann, erstmal zu einem Metzger, den Joha kennt. In einem Haus gibt es einen Raum mit einer grindigen Liege, einem Handtuch drauf und ein Elektromuskelzuckgerät. Der „Arzt“ wurschtelt erstmal mein Knie rum, murmelt was von minisco, babbt mir zwei Pads auf Oberschenkel und Wade und lässt erstmal Strom durch meine Adern und Venen schießen. Die Prozedur ist nach 15 Minuten fertig und jetzt wird’s dann noch ein bisschen schmerzhafter. In Bauch- und Rückenlage wird’s das Knie in alle Seiten gestreckt und gedehnt, bis ichs nichtmehr aushalten kann. Nebenbei mampft der Herr Doktor ein Eis und ratscht mit Joha. Ohne wirkliche Besserung gehe ich heim und entschließe mich, doch am nächsten Tag noch in einem Krankenhaus vorbeizuschaun, um auf Nummer sicher zu gehen. Also Am Mittwoch mit dem Taxi nach Escazu in die Klinik CIMA – wirklich nur zu empfehlen dieses Krankenhaus. Die Angestellten und Ärzte nehmen sich viel Zeit, erklären mir alles ganz genau und nehmen mir die Angst. Meinem Knie geht es wohl doch nicht so dreckig wie ich befürchtet hatte. Schon am Abend geht’s mir wieder besser, am nächsten Morgen kann ich schon fast wieder normal gehen und am Freitag soll dann nochmal eine respondencia magnética gemacht werden.

 

 

Nachdem es Donnerstag abends schon wieder wirklich gut aussieht, verzichte ich auf den Termin einer Kernspin-Untersuchung, will mir das Geld eventuell sparen und erstmal bis Montag abwarten.

 

 

Das Wochenende steht bevor, aber nicht nur das, sondern auch die EM. Feude Freude und auf wiedersehen.

 

 

Bei uns ist die Freude so groß, dass es wieder an der Zeit ist, euch Geschenke zu machen. Ein weiteres GEWINNSPIEL wartet, bei dem wieder genau eine Woche Zeit ist, bis der Gewinner feststeht. Diese Info nochmal am Rande für die Silvie.


Frage: Corinna hat vier Kolleginnen in der Arbeit. Wer mir drei nennen kann kommt in die Auswahl, wer alle vier nennt gewinnt auf jeden Fall!

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Also, die arbeitskolleginnen von corinna heißen, johanna, cindy, margerie (wenn man es so schreibt) und ihre chefin patricia!!!!

 

Ach ja, als Gewinn gibts diesmal was ganz besonderes, wir werden aber nciht mitteilen, was es gibt. Lediglich wird irgendwann unpassenderweise das Bild in einem der neueren Fotoalben auftauchen.

Übrigens, Freitag der 13. ist Schluß!

Basti

 

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